Russland, um 1900
Eine fein gemalte russisch-orthodoxe Ikone, die die Tichwiner Gottesmutter darstellt – eine der am meisten verehrten Marienikonen der russisch-orthodoxen Tradition. Diese um 1900 entstandene, schön ausgeführte Ikone folgt der traditionellen Ikonographie der berühmten Tichwiner Gottesmutter.
Die Tichwiner Ikone gehört zum Typus der Hodegetria („Die den Weg weist“), bei dem die Gottesmutter das Christuskind präsentiert und den Blick des Betrachters auf Ihn lenkt. Nach orthodoxer Überlieferung war die Originalikone mit dem Evangelisten Lukas verbunden und wurde im 14. Jahrhundert auf wundersame Weise in die Region von Tichwin in Nordrussland gebracht. Sie wurde anschließend zu einem der wichtigsten und am meisten verehrten heiligen Bilder Russlands, besonders eng verbunden mit dem Tichwiner Entschlafenskloster.
Diese spätere Ikone folgt getreu der traditionellen Komposition: Die Gottesmutter ist frontal dargestellt und hält das Christuskind, das die Hand zum Segen erhebt. Die zurückhaltenden, aber ausdrucksstarken Gesichter, die sorgfältig wiedergegebenen Gewänder sowie die reichen Rot-, Gold- und Ockertöne spiegeln die fortbestehende Bildsprache der russisch-orthodoxen Ikonenmalerei wider.
Die Ikone bewahrt ihre gealterte Oberfläche und ihren historischen Charakter; die sichtbaren Spuren der Zeit tragen zu ihrem authentischen antiken Erscheinungsbild bei.
Ein schönes Beispiel russisch-orthodoxer Andachtskunst, das besonders Sammler religiöser Kunst, russischer Ikonen und traditioneller orthodoxer Handwerkskunst anspricht.
Herkunft: Russland Datierung: Um 1900 Thema: Tichwiner Ikone der Gottesmutter Material: Tempera auf Holz Zustand: Guter antiker Zustand mit altersbedingten Gebrauchsspuren, Fehlstellen und Oberflächenpatina Maße: Höhe 35 cm; Breite 30 cm; Tiefe 2,5 cm