Österreich, 19. Jahrhundert
Ein außergewöhnlich seltenes Paar österreichischer Brettstühle (Hochzeitsstühle) aus massivem Nussbaumholz, meisterhaft gefertigt im 19. Jahrhundert. Mit ihren reich geschnitzten Rückenlehnen und ihrer beeindruckenden plastischen Wirkung stellen diese Stühle ein herausragendes Beispiel traditioneller alpiner Handwerkskunst dar.
Die aufwendig gearbeiteten Rückenlehnen zeigen fein geschnitzte, stehende Figuren, eingerahmt von üppigem Rollwerk und dekorativem Schnitzwerk, wodurch eine eindrucksvolle architektonische Komposition entsteht. Die außerordentliche Qualität der Schnitzerei zeugt von der hohen Kunstfertigkeit des Schreiners und erhebt diese funktionalen Sitzmöbel zu außergewöhnlichen Kunstwerken der Holzbildhauerei.
Hochzeitsstühle dieser Art wurden häufig anlässlich einer Eheschließung in Auftrag gegeben oder gehörten zur repräsentativen Ausstattung wohlhabender Haushalte. Heute zählen erhaltene Paare aufgrund ihrer Seltenheit, ihrer kulturhistorischen Bedeutung und ihrer eindrucksvollen dekorativen Wirkung zu den begehrtesten Beispielen alpiner Volkskunst.
Gefertigt aus massivem Nussbaumholz, besitzen die Stühle eine warme, über Jahrzehnte gewachsene Patina, welche die natürliche Maserung des Holzes besonders schön zur Geltung bringt. Die schlicht gehaltenen Sitzflächen bilden einen harmonischen Kontrast zu den ausdrucksstarken Rückenlehnen und lenken den Blick auf die außergewöhnliche Qualität der Schnitzarbeiten.
Ein bemerkenswertes und nur äußerst selten angebotenes Paar, das sowohl eine bedeutende Sammlung früher europäischer Möbel bereichert als auch als eindrucksvoller Blickfang in klassischen wie modernen Interieurs überzeugt.
Herkunft: Österreich
Datierung: 19. Jahrhundert
Material: Massiver Nussbaum, handgeschnitzt
Zustand: Guter antiker Erhaltungszustand mit alters- und gebrauchsbedingten Gebrauchsspuren.
Maße: Höhe 97 cm.